www.mamalo.de


Direkt zum Seiteninhalt

Das bin ich

Ich bin jetzt 56 Jahre alt, 1986 bekam ich nach einem Zeckenbiss eine Hirnhautentzündung mit Borreliose.

Damals wurde ich von Schleswig ins UKE nach Hamburg Eppendorf geflogen und ich verbrachte dann mehrere Monate auf der Neurologie 2.

Erst auf der Intensivstation und danach eine Etage höher.

Als ich dann mal einen lichten Moment im Krankenzimmer hatte, oh meine Beine, die wollten nicht mehr und außerdem war mein Gehör weg und das Gesicht gelähmt, sprechen also nicht möglich.

Nach mehreren Therapien und Anwendungen kam mein Gehör langsam wieder und die Gesichtslähmung ging zurück.

Dann wurde mir eine Krankengymnastin zugeteilt, Gundula, eine tolle Frau und ihre Kollegin Gesche. Die haben mich dann richtig angespornt und im Stufenbarren machte ich vom Rollstuhl aus meine ersten Gehversuche. Nach einiger Zeit schaffte ich dann auf Unterarmgehstützen die ersten Meter, ganz allein, war ich damals Stolz.

Auf dem Flur der Neurologie 2 stand damals auch ein Trimm Rad auf dem ich dann mit etwas Hilfe herauf kam und dann fast täglich mehrere Kilometer abgestrampelt habe um meine Muskulatur zu stärken.

Meinen Dank geht hier an Prof. Dr. Lachenmayer , Prof. Dr. Kunze und meinem Neurologen Dr. von Wedel ,sowie der ganzen Station.

Jetzt, damals im Frühjahr 87 wurde ich ins Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus Boberg verlegt. Dort lernt ich wieder laufen und mich zurechtzufinden. Meine damalige Krankengymnastin Katrin und Gundula aus dem UKE kannten sich und so lud ich die beiden zu einem Griechen in Bergedorf ein weil ich damals Geburtstag hatte. Der Abend verlief sehr harmonisch und ich danach wurde dann wieder zurück nach Boberg gefahren.

Nach 3 Monaten wurde ich dann mit Handstock aus der Klinik entlassen.

Anschließend nahm ich dann meine Arbeit in der Nordzucker AG mit Beeinträchtigung wieder auf.

Dort war ich dann, nachdem die Betriebsratswahlen anstanden, der neue Schwerbehindertenvertreter, stellv. Gesamtschwerbehindertenvertreter und dort bis zur Schließung des Werkes bis 2003 beschäftigt.

Jetzt beziehe ich eine Erwerbsunfähigkeitsrente und ein wenig Betriebsrente.

Ich möchte mit dieser Reportage, bzw. Reiseberichte allen Leuten Mut machen, denen etwas Ähnliches widerfahren ist niemals aufzugeben, das Leben zu genießen und das Beste daraus zu machen.

Gemäß dem Motto:

Ein Indianer kennt keinen Schmerz und niemals Aufgeben, macht was aus Eurem Leben!

P.s.: Am Handstock schaffe ich ca. 1 km und bin wenig, auf dem Fahrrad bin ich ein König !

Und wenn Ihr selber noch gute Ideen oder auch Fragen und Anregungen habt, dann schickt mir doch eine E-Mail an webmaster@mamalo.de!

Ich freue mich auf Mails von Gleichgesinnten.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü