www.mamalo.dewww.mamalo.de

Ich bin jetzt 61 Jahre alt, 1986 bekam ich nach einem Zeckenbiss eine Hirnhatentzündung mit Borelliose.

Damal wurde ich von Schleswig ins UKE nach Hamburg Eppendorf geflogen und verbrachte danneinige Zeit auf der Intensivstation und dann mehrere Monate auf der Neurologie 2.

Als ich mal einen lichten Moment im krankenzimmer hatte,oh,meine Beine, die wollen nicht mehr und außerdem war mein Gehör weg und das Gesicht gelähmt, sprechen also nicht möglich.

Nach mehreren Therapien und Anwendungen kam mein Gehör wieder und die Gesichtslähmung ging zurück.

Dann wurde mir eine krankengymnastin zugeteilt,Gundula,eine tolle Frau und ihre Kollegin Gesche. Die haben mich dann richtig angespornt und im Stufenbarren machte ich vom Rollstuhl aus meine ersten Gehversuche. Nach einiger Zeit schaffte ich dann auf Unterarmgehstützen die ersten Meter ganz allein, war ich damals Stolz.

Auf dem Flur der Neurolgie 2 stand damals ein Trimm Rad auf dem ich dann mit etwas Hilfe herauf kam und dann fast täglich mehrere Kilometer abgestrampelt habe um meine Muskulatur zu stärken.

Meinen Dank geht hier an Prof. Dr. Lachenmayer, Prof. Dr. Kunze und neinem Neurologen Dr. von Wedel, sowie der ganzen Station..

Damals im Frühjahr 87 wurde ich ins Berufsgenossenschaftliche Krankenhaus Boberg verlegt.

Dort lernt ich wieder Laufen und mich zurechtzufinden.Meine damalige Krankengymnastin Katrin und Gundula aus dem UKE kannten sich und so lud ich die beiden zu einem Griechen in Hamburg Bergedorf ein weil ich damals  Geburtstag hatte.

Der Abend verlief sehr harmonisch und ich wurde dann wieder zurück nach Boberg gefahren.

Nach 3 Monaten wurde dann mit Handstock aus der Klinik entlassen und nahm dann meine Arbeit in der Nordzucker Ag mit Beeinträchtigung wieder auf.

Dort war ich dann, nachdem die Betriebsratswahlen anstanden der neue Schwerbehindertenvertreter, stellv. Gesamtschwerbehindertenvertreter und dort bis zur Schließung des Werkes bis 2003 beschäftigt.

Jetzt beziehe ich eine Erwerbsunfähigkeitsrente und ein wenig Betriebsrente.

Ich möchte mit diesem Bericht und meinen reiseberichten allen Leute Mut machen, denen etwas ähnliches widerfahren ist niemals aufzugeben, das Leben zu genießen und da beste daraus zu machen.

Gemäß dem Motto.

Ein Indianer kennt keinen Schmerz !

P:S

Am Handstock schaffe ich nur ca. 1 Kilometer und bin wenig, auf dem Fahrrad bin ich en König.